Berufsbegleitendes Studium: Master und Job unter einen Hut bringen

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Es ist nicht leicht, ein berufsbegleitendes Studium, den Job und das Privatleben zu koordinieren.
Es ist nicht leicht, ein berufsbegleitendes Studium, den Job und das Privatleben zu koordinieren.

Es ist keine Seltenheit, dass Absolventen nach ihrem Bachelor die Theorie hinter sich lassen wollen, um im Arbeitsleben in die Praxis einzusteigen. Häufig hängt das nicht zuletzt mit finanzieller Sicherheit und Freiheit zusammen. Insbesondere bei ehemaligen Studierenden, die die Ausbildung durch Studiendarlehen finanzierten, spielt die finanzielle Komponente eine übergeordnete Rolle. Wenn der Wunsch nach einer Professionalisierung im Studienfach allerdings genauso groß ist wie das Streben nach einem praxisnahen Job bleibt nur eine Möglichkeit, um beides zu erreichen: das berufsbegleitende Studium.

 

Den Wunsch nach Mehr und finanzieller Sicherheit vereinen: Job und berufsbegleitendes Studium

Grundsätzlich ist es so, dass viele Berufstätige nach Einstieg in den Job keine Lust haben noch einmal ins Studentenleben zurückzukehren. Die vielen Vorteile, die ein gut bezahlter Job mit sich bringt, lassen sich nicht von der Hand weisen. Und ist das Bewerbungseinmaleins erst gemeistert, geht es recht schnell vom Neuling bis zum festen Teammitglied. Dennoch hegt der eine oder andere den Wunsch nach mehr, welcher heutzutage durch ein berufsbegleitendes Masterstudium problemlos erfüllt werden kann. Wichtig zu wissen ist hierbei allerdings, dass der Master neben der Arbeit nicht in ein bis zwei Jahren auf dem Lebenslauf zu finden ist. Wer neben dem Job studiert, braucht zumeist länger für diesen akademischen Grad.

Wer alles unter einen Hut bringen will, braucht ein gutes Timing. Dann klappt es mit Job, Studium und Privatleben.
Der wichtigste Tipp für alle, die neben dem Job studieren möchten, lautet Timing. Zu Anfang ist es nicht leicht, mit der Dreifachbelastung aus Beruf, Studium und Privatleben zurechtzukommen. Eine gute Planung und Organisation helfen dabei, die Termine zu koordinieren.

 

Die richtige Einrichtung finden und grundlegende Informationen prüfen

Verschiedene Hochschulen bieten die Möglichkeit, neben dem Job den Master zu absolvieren. Für manchen Arbeitnehmer mag das Studium an einer Fernuniversität attraktiver sein. Grund dafür ist die Flexibilität. Wer beispielsweise am BFI berufsbegleitend studiert, profitiert vom zeit- und ortsunabhängigen Lernen. Dadurch sind Familie, Beruf und Studium problemlos unter einen Hut zu bringen. Wichtig bei der Auswahl der Einrichtung sind folgende Informationen:

  • Die Hochschule muss staatlich anerkannt sein.
  • Der Studiengang benötigt eine Akkreditierung.
  • Bewertungen und Erfahrungsberichte bisheriger Studenten sollten zur Recherche verfügbar sein.
  • Zudem sollte ein Betreuer zur Seite stehen, der bei Fragen Unterstützung leistet.

Dadurch erhalten Interessierte die Sicherheit, dass es sich um einen qualitativen und geprüften Studiengang handelt.

Tipp: Interessierte können sich hier nochmal ausgiebig zum Thema „Studienzulassung in Österreich“ informieren.

 

 

Welche Studienformen bieten sich berufsbegleitend am besten an?

Studierende Arbeitnehmer, die am Wochenende dem Hörsaal aus dem Weg gehen wollen, sind mit einem Fernstudium in den eigenen vier Wänden besser beraten.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Studium berufsbegleitend zu absolvieren:

  1. Eine Variante ist die Verringerung der Arbeitszeit, wodurch der Studierende ein Teilzeitstudium Neben der Arbeitsstelle geht es regelmäßig zur Uni, allerdings nicht so häufig wie in einem Vollzeitstudium.
  2. Wer in der Woche nicht bei der Arbeit fehlen kann oder möchte, der entscheidet sich für ein Abend- oder Wochenendstudium. Auch bei dieser Variante besuchen Interessierte regelmäßig die ausgesuchte Einrichtung, aber nach Feierabend unter der Woche oder am Wochenende.
  3. Arbeitnehmer, die sich die Lern- und Studienzeit ganz frei einteilen wollen, wählen einen Fernstudiengang. Dieses Modell bietet mehr Freiheiten gegenüber den ersten beiden Varianten, allerdings ist die freie Zeiteinteilung nur für disziplinierte Studenten geeignet.

Eine vierte Möglichkeit ist die Kombination aus Fernstudium und Präsenzunterricht in der Einrichtung. Das ist jedoch nicht an jeder Universität möglich. Wer sich für diese Mischform interessiert, muss gezielt danach suchen. Grundsätzlich sind alle Studienformen eine große Belastung. Im Gegensatz zu Kollegen, die zum Feierabendbier in die Stammkneipe oder zu sportlichen Aktivitäten aufbrechen, geht es für jemanden, der berufsbegleitend studiert, nach Hause zum Lernen oder zum Unterricht. Darüber sollten sich Interessierte im Klaren sein.

Während des berufsbegleitenden Masters ist es wichtig, sich die eigenen Prioritäten zu verdeutlichen. Job und Studium nehmen viel Zeit in Anspruch, weshalb neben dem Timing auch das Verständnis des Umfeldes zu den wichtigsten Erfolgstipps zählt. Häufig muss nämlich das Privatleben Abstriche machen, wenn nicht genügend Zeit vorhanden ist.

 

Um herauszufinden, welche Studienform sich für die persönlichen Bedürfnisse und Ansprüche eignet, sind folgende Fragen hilfreich:

  • Welches Lernverhalten passt zu mir? Genügen Bücher, Online-Unterlagen oder brauche ich andere, die gemeinsam mit mir lernen?
  • Wie viel Zeit kann ich neben meinem Beruf opfern? Ist es möglich, mehrmals in der Woche und/oder am Wochenende an einen anderen Ort zu fahren?
  • Welcher Studiengang interessiert mich und steht dieser auf der Angebotsliste der favorisierten Einrichtung?
  • Welche Form von Unterstützung benötige ich im Studium? Genügt ein digitaler Chat mit Dozenten oder ist der persönliche Austausch mit einem Lehrkörper wichtig für meine Weiterbildung?

 

Kosten und Finanzierung: Gibt es Unterstützung vom Arbeitgeber?

Allgemein variieren die Kosten für ein berufsbegleitendes Studium von Einrichtung zu Einrichtung. Wichtig zu wissen ist allerdings, dass die Chance besteht, dass sich der aktuelle Arbeitgeber an der Finanzierung beteiligt. Dies wiederum geschieht jedoch im Regelfall nur auf einem gegenseitigen Gefallen. Wenn der Arbeitgeber einen Teil der Studienkosten übernimmt, erklärt sich der studierende Arbeitnehmer häufig bereit, nach dem Studium für eine gewisse Zeit im Unternehmen zu bleiben.

 

Weitere Möglichkeiten finden: Außerordentliches Studium

Wer den souveränen Start in den Job mit Tipps und Engagement geschafft hat, sich wohlfühlt und noch über die Weiterbildung grübelt, kann ein außerordentliches Studium in Betracht ziehen. Es handelt sich dabei um den Besuch verschiedener Lehrveranstaltungen. Interessierte bekommen eine Matrikelnummer, sind allerdings nicht dazu berechtigt, in den Fächern eine Prüfung abzulegen. Empfehlenswert ist diese Möglichkeit für alle, die aus einem bestimmten Grund noch nicht zum Studium zugelassen sind und eine Studienberechtigungsprüfung ablegen müssen. Zudem kann diese Variante aber auch interessant für Arbeitnehmer sein, die noch nicht wissen, ob sie sich weiterbilden wollen.

Hinweis: Entsprechende Informationen zum außerordentlichen Studium finden Interessierte bei den bevorzugten Hochschulen.

 

 

 

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